white sausage
Bayrische Weißwürste - Bildquelle: RitaE/Pixabay - Public Domain (CC0 1.0)

22. Februar 2017 – Internationale Tag der Weißwurst (in Bayern seit 1857)

Bayern hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zu dem gemausert, was Kalifornien in den USA ist. Es ist sehr schick geworden, das Dirndl zu tragen, die Brezel ist weit über die bayerische Grenze bekannt und wird sogar in Köln verkauft und das bayerische Bier ist sehr beliebt, weil es in größeren Gläsern bzw. als Mass serviert wird. Nicht zu vergessen sei die Weißwurst, das bayerische Schmankerl, die in Bayern vor 12:00 Uhr Mittag verzehrt sein muss.

Tag der Weißwurst 2017

Der Überlieferung zufolge wurde die erste Weißwurst am 22. Februar 1857 zum ersten Mal serviert. Der findige Münchener Wirt Sepp Moser füllte in seinem Wirtshaus „Das Ewige Licht“ das Brät der Wurst in Schweinsdärme, nachdem ihm die Schafsdärme (Saitling = Dünndarm der Schafe) am Rosenmontag ausgegangen sind. Zum Garen legte er die weißen Würste ins kochende Wasser, anstatt auf den Grill. Der Grund dafür ist nicht überliefert. Wahrscheinlich war es eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Würste nicht platzen.

Den Gästen schmeckte diese Weißwurst, die der Wirt fortan servierte.

Wie wird die Weißwurst serviert?

Ja, das Verzehren der Weißwurst will auch gelernt sein.

Die Weißwurst wird mit Gabel und Messer serviert, dazu wird süßer Senf gereicht und natürlich ein Helles bzw. frisches Weizen. Es ist wichtig, die Weißwurst immer in einer ungeraden Zahl zu servieren. Als Beilage wird die Brezel gereicht. Mit dem Zuzeln wird das Brät aus der Haut gezogen, d.h. mit den Zähnen wird das Innere der Wurst herausgedrückt. Wer das Zuzeln nicht mag, kann mit Messer und Gabel einen Längs- oder Querschnitt in die Weißwurst schneiden und das Innere (Brät) verzehren. Die Haut wird normalerweise nicht gegessen.

Woraus besteht die Weißwurst?

Die Weißwurst muss frisch sein und am gleichen Tag gegessen werden. Sie wird in einem Suppentopf im heißen Wasser serviert, denn sie sollte nicht lauwarm verzehrt werden. Sie besteht aus

  • Kalbsbrät,
  • Petersielie,
  • Zitronenschalen,
  • Speck.

Die polnische Weißwurst

Es gibt tatsächlich auch eine polnische Weißwurst, doch besteht diese aus

  • Schweineschulter und Schweinefett,
  • Majoran und Knoblauch
  • Salz und Pfeffer

Diese Füllung wird als Hackfleisch in den Schweinedarm gefüllt und anschließend gebraten oder gegrillt. Die polnische Weißwurst wird mit Meerrettich oder scharfem Senf gegessen und schmeckt völlig anders als die bayerische Weißwurst, ist aber auch sehr schmackhaft.

Die schlesiche Weißwurst

Auch gibt es die schlesische Weißwurst, die aus Kalb- oder Schweinefleisch, Schweinespeck, Milch und feinen Gewürzen, wie Zimt, Nelken, Piment, Kardamon und Ingwer besteht. Diese Weißwurst wird speziell zu Weihnachten serviert und tagesfrisch verzehrt. Traditionell wird sie mit Malzbier und Honigkuchen gekocht und mit Sauerkraut serviert. Sie kann im Wasserbad erwärmt, gebraten oder gegrillt werden.

Ich esse sehr gerne Würste und habe die oben erwähnten Weißwürste schon probiert. Die Weißwürste aus den verschiedenen Regionen schmecken jede für sich ganz anders und sehr lecker.

 

 

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